No. 05

Gin
TEIL 2

Geschichten über Gin

Der Tonic gehört zum Gin wie der Kater zur letzten Weihnachtsfeier. Wie wurden die beiden aber zum absoluten Traumpärchen in der Cocktailwelt? Nachdem wir uns im ersten Teil mit dem Ursprung des Gins befasst haben, sind wir heute der magischen Heilkraft des Wacholders auf der Spur und nehmen dich gleich mit auf hoher See. Darf’s also losgehen? Teil 2 unserer Gin-Geschichtsstunde.

Unsere Reise führt uns zugleich nach Indien zu den Soldaten der britischen Ostindien-Kompanie. Diese trunken Anfang des 19. Jahrhundert ihren Gin mit Chinin, der Stoff aus der Chinarinde und Inhalt jedes Tonics. Dieser war damals als einziges Mittel zur Malaria-Prophylaxe bekannt und damals wie heute sehr, sehr bitter. So kam zum Chinin einfach noch Wasser, Zucker und Limetten dazu. Und der Gin zu seinem Tonic.

Dass man auf das Wort Wachholder kam, weil man ihn auch als „Wach-Halter“ bezeichnete,  entstammt wohl eher einem Volksmärchen. Was aber sicher belegt ist – der Gin wurde damals auch benutzt um sich auf hoher See fit zu halten. Dass das Leben auf dem Schiff nicht nur Abenteuer, sondern im Krankheitsfall auch ein schnelles Ableben bedeuten konnte, wenn weder Land noch Doktor in Sicht war, kann man sich vorstellen.

Also mischte die Kriegsmarine und englische Königsgarde im 19. Jahrhundert täglich in ihren Gin Limetten- oder Zitronensaft um durch das Vitamin C dem Schrecken der Seefahrt – dem Skorbut – vorzubeugen. Und dieser Cocktail mit nur zwei Zutaten ist auch heute noch unter dem Namen Gimlet bekannt und vor allem überaus beliebt. Ebenso wie der Wachholder generell als wahre Wunderpflanze bei zahlreichen Beschwerden geschätzt wird.

So ist die Pflanze bereits seit mehr als 1000 Jahren als Therapeutikum gegen Rheuma, Arthritis, Appetitlosigkeit, Heisshunger und Gicht bekannt. Als Tee fördert er z.B. auch die Verdauung und wirkt gegen Sodbrennen. Und ferner sollen durch seine ätherischen Inhaltsstoffe auch die Herztätigkeit und die Atmung gesteigert werden.

 

Der Wachholder ist also eine ganz gesunde Sache – und wild noch dazu! Warum wild?

Weil nahezu alle Wacholderbeeren in freier Natur gepflückt werden. Sie werden also nicht wie so oft bei Gemüse, Beeren & Co. in Gewächshäusern kultiviert. Der Wachholder ist somit wild, widerständig und wertvoll. Und vielleicht genau deswegen so wunderbar als Hauptzutat des Gins geeignet.

Den Wert eines guten Gins darfst du deswegen das nächste Mal einfach noch mehr schätzen als sonst. Hol dir dafür einfach in unserem Shop das erstklassige Exemplar deiner Wahl.

The problem with the world is that everyone is a few drinks behind. Humphrey Bogart

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