No. 01

Freunde beeindrucken
TEIL 1

Geschichten über Gin

Gin zählt weltweit zu den beliebtesten Spirituosen überhaupt und hat deswegen wohl auch in deiner Hausbar einen festen Wohnsitz. Grund genug, mehr über Gin zu erfahren! Wo kommt er eigentlich her, was steckt alles drin und was hat es mit dem Wunderstrauch Wacholder auf sich? Der erste Teil unserer kleinen Geschichtsstunde über Gin.

Der Gin kommt aus England?

Stimmt so nicht ganz! Der Vorläufer des Gins, der heute immer noch bekannte Genever, stammt nämlich aus Holland. Er spielte nicht nur eine hochprozentige Hauptrolle in Thomas Manns Roman «Der Zauberberg», sondern auch im Achtzigjährigen Krieg (1568-1648).

Dort wurde er nämlich getrunken, um sich Mut zu machen. (oder: Dort wurde er nämlich konsumiert, um sich Mut zu machen. Und wer damals mittrank, waren eben die Engländer, die sich auf die Seite der Holländer geschlagen haben. Als alles wieder gut war (oder: Als der Krieg zu Ende war), nahmen sie den Genever mit zu sich nach Hause;  es fehlte nur noch ein Name, den alle auf der Insel aussprechen konnten: Gin.  Der Name leitet sich vom niederländischen «jeneverbes» oder dem französischen «genévrier» ab. Beides die Bezeichnung für Wachholder.

Zum Wacholder also – die Basis eines wunderbaren Gins.

Bei einem klassischen Gin muss der Wacholder-Geschmack überwiegen, doch für seine Grossartigkeit braucht es natürlich noch mehr: Sage und schreibe bis zu 150 verschiedene, pflanzliche Stoffe sind bekannt – die sogenannten Botanicals – die dem Gin sein unverwechselbares Aroma geben. Das sind vor allem Gewürze und Kräuter, können aber auch Beeren, Wurzeln, Blüten, Samen, Früchte oder Fruchtschalen sein.

Übrigens: Eine Wacholderbeere ist gar keine echte Beere und der immergrüne Wacholder, den man zu der Familie der Zypressengewächse zählt, generell ein sehr besonderer Baum bzw. Strauch. Dieser kann nämlich bis zu 2000 Jahre alt werden, zählt bis zu 70 Gattungen und kann als Nadelgehölz eben keine Früchte hervorbringen. Es produziert vielmehr Beerenzapfen, die im ersten Herbst noch grün, hart und von unangenehmem Geschmack sind. Im Sommer des zweiten Jahres werden sie dann fleischig und schwarzblau. Der Grund, warum man sie optisch für eine Beere halten kann.

Wie auch immer, wir halten den Gin für eine der wichtigsten und schmackhaftesten Spirituosen, die man erwerben kann. Eine Selektion von Weltklassemarken findest du dafür natürlich in unserem Shop.

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