No. 33

Freunde beeindrucken, Wissen + Handwerk
Drink-Veredelung mit Zitrus-Zesten

Zesten für Cocktails

Der Drink ist gemixt, das Leben ist schön – und dann fällt der Blick auf die einsame Orange in der Obstschale. Blick aufs Rezept: Verdammt, eine Zeste wird verlangt.

Der Clinch: Brauche ich das wirklich? Ist doch nur ein kleines Stück Schale. Wie viel kann das schon ausmachen? Spoiler: Viel! Ausserdem ist der Aufwand verschwindend klein.

Die Zeste: sie ist das Tüpfelchen auf dem i, das Sahnehäubchen der Säure, die Spitze des Cocktail-Eisbergs. Und weil du diesen Text wahrscheinlich liest, weil du von Zesten nicht allzu viel Ahnung hast, werden wir dir jetzt mal erklären how to zest.

Woher kommen Zesten?

Man nehme eine Orange, Zitrone oder Limette. Hauptsache Zitrusfrucht.

Muss ich bei der Auswahl der Frucht etwas beachten?

Am besten wählst du eine Bio-Frucht, weil diese nicht chemisch behandelt wurde. Du willst schliesslich einen tollen Drink, keine Vergiftung. So oder so: Spüle die Frucht vorher gut ab und reibe sie schön trocken. Wenn deine Zitrusfrucht jetzt noch Zimmertemperatur hat, bist du auf bestem Wege, eine perfekte Zeste zu ernten.

Was ist eine Zeste genau und was nicht?

Eine Zeste besteht ausschliesslich aus dem bunten Teil der Schale. Das Weisse hat an einer Zeste nichts verloren. Dann ist es nämlich keine Zeste, sondern einfach ein Stück Schale. Ausserdem würde das Weisse deinen Drink nicht aromatisieren, sondern verbittern.

Wie fertige ich eine Zeste an?

Profis nutzen sogenannte Zestenreisser. Mit ihnen lassen sich Zesten jeglicher Form und Länge herstellen. Solltest du keinen Zestenreisser besitzen, kannst du auch einen Sparschäler nutzen. Oder, mit Fingerspitzengefühl, ein Messer.

Was mache ich mit der Zeste?

Schaue dir zuerst deinen Cocktail an: Hat er Eis? Dann aromatisiere deinen Drink oder Glasrand und setze die Zeste einfach obendrauf. So zieht der Geschmack der Zeste schön nach. Hat dein Drink kein Eis? Dann aromatisiere zuerst und platziere die Zeste im Anschluss mit einem eleganten Schnitt auf dem Glasrand.

That’s it. Auf dass deine Drinks von nun an vor Aroma strotzen und deine Gäste dir beim Servieren anerkennend zunicken. Zest, baby, zest!

Wie wäre es mit einem Old Fashioned oder einem Negroni zum Üben?

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