No. 13

Etwas mitbringen
EINER FÜR ALLE

Cocktails aus dem Krug

Fern von Sangria-Eimer und eingeschlafener Frucht-Bowle aus den 80ern präsentieren wir dir heute zwei richtig feine Drinks, die du optimal in der grösseren Runde ausschenken kannst – sogenannte Pre-batched Cocktails. Der grosse Vorteil: Keiner braucht für einen neuen Mix mehr aufzustehen und das Allerbeste: Die Drinks schmecken so frisch wie „à la minute“ zubereitet.

Vorbereitet statt zubereitet: Batching (engl. to batch wie „stapeln“) bedeutet schlichtweg das Vormischen bestimmter Zutaten, um einen Cocktail fast oder sogar komplett vorzufertigen, um ihn noch schneller und einfacher servieren zu können. Je nach Grösse, Andrang oder aus der puren Notwendigkeit heraus greifen viele Viele Bars, wie auch die meisten Cateringfirmen, greifen auf das Batching zurück. A, aber natürlich gibt es auch zu Hause dafür praktische Vorteile gute Gründe dafür;. zZum Beispiel um sich mehr den Gästen zu widmen als mit der Zubereitung von Getränken.

Ein paar einfache Grundregeln gibt es: Eis, Früchte oder Getränke mit Kohlensäure kommen immer erst am Schluss dazu. Damit der Cocktail richtig runterkühlen kann, muss er nach dem Mischen und je nach Gallone oder Gefäss für eine Weile in den Kühlschrank.. Wir empfehlen daher lieber etwas früher als zu spät mit dem Mixen anzufangen und die Mischung dann  für 24 Stunden oder zumindest über Nacht in den Kühlschrank zu stellen und vor allem: luftdicht verschliessen! Auch wenn wir offen für jegliche Mixturen sind – ein Käse- oder Zwiebelaroma hat noch keinem Drink geholfen.

Ready? Dann haben wir jetzt zwei tolle Pre-Batches für dich. Einmal mit Whisky und einmal mit Gin.

Gib den Affen diesmal Äpfel, keinen Zucker

Die Basis für den ersten Cocktail “Apes & Apples” ist der Monkey Shoulder, der als Blend eh schon eine Mischung ist – nämlich der weltweit erste ‚Triple‘ Malt aus drei Single Malts der schottischen Region Speyside. Wie es auf der Webseite von Monkey Shoulder steht ist dieser auch “100 % made for mixing”. Der Grund dafür ist seine feine, malzige Süsse, seine fruchtigen Aromen aus Apfel und Birne und die sanfte Vanille-Note.

Unser Rezept mit dem Apfelsaft setzt dem Ganzen nun noch die Fruchtkrone auf. Aber bevor wir dazu kommen vielleicht noch die Geschichte wie der Monkey Shoulder zu seinem Namen kam: Vor vielen Jahren mussten die Brennereimitarbeiter stündlich die keimende Gerste für den Whisky mit Schaufeln in mühseliger Handarbeit wenden. Dies sorgte nach getaner Arbeit für schmerzende Schultern, folglich auch für tiefhängende Schultern, so dass bald der Name „Affenschultern“ die Runde machte.

Heute heisst es auf der Webseite weiter “Make it monkey”. Hier ist unser erstes Rezept für einen grossen Krug. Daraus machst du ca. 23 Drinks.

Zutaten

  • 1 Flasche Monkey Shoulder Whisky (70cl)

  • 23cl Ahorn Sirup

  • 23cl frischer Limettensaft

  • 1,8l Naturtrüber Apfelsaft

  • Minze und Banane zum Garnieren

 

1. Alle Zutaten gut mischen
2. In Flaschen oder in einen grossen Krug abfüllen und in den Kühlschrank stellen.
3. Auf Eis ausschenken und mit einem Stück Banane und Minze garnieren.

Wenns nur ein einzelner Drink sein soll, dann brauchst du: 3cl Monkey Shoulder Whisky, 1cl Ahorn Sirup, 1cl Limettensaft und Naturtrüber Apfelsaft zum Auffüllen.

Vom Broadway-Musical ins Glas

Einfach verführerisch, rosarot und nur in ganz wenigen Büchern zu finden. Der folgende Cocktail schwebt etwas unter dem Radar, was aber schade ist, ist er doch ein Geheimtipp für alle nicht typischen Gin-Liebhaber, die den Wacholdergeschmack weniger schätzen.

Das Getränk selbst ist nach einem erfolgreichen Comedy-Musical benannt. Dieses wurde 1899 im Londoner West End uraufgeführt, ein Jahr später erreichte es bereits den Broadway.  Sechs attraktive junge Damen angeln sich darin singend und tanzend einen Millionär. Auf der After-Show-Party bezirzte eine der Hauptdarstellerinnen einen Barkeeper dann so lange mit ihrer Aussage, dass sie alle Cocktails kenne, dass dieser für sie einen absolut neuen schuf und das mit dem damals populären Zeichen der Zeit: Gin. Dieser überdauerte dann sogar den Erfolg des Musicals und war in New York über Jahrzehnte der Renner.

Heute braucht es wahrscheinlich etwas mehr als eine Federboa, um sich einen gut betuchten Junggesellen zu schnappen, aber vielleicht kann ja ein Floradora der Anfang für alles Zukünftige sein. Und erfrischend ist er allemal. Mit diesem Rezept bekommst du ca. 17 Drinks.

„Flora Dora“

Zutaten

  • 1 Flasche Hendrick’s Gin (70cl)

  • 35cl frischer Limettensaft

  • 17cl Himbeersirup

  • 10 Ginger Beer, 250cl

  • Himbeeren, Gurke & Minze

 

1 Hendrick’s Gin, Limettensaft und Himbeersirup mischen.
2 In Flaschen abfüllen und kaltstellen.
3 Deine Gäste sind da? Dann eine Portion (7cl) von dem Pre-Mix ins mit Eis gefüllte Glas geben und mit Ginger Beer auffüllen.
4 Nach Belieben mit Himbeeren, Gurkenscheiben oder Minze garnieren.
5 Enjoy!

Und auch hier; wenns mal nur ein, zwei Flora Dora’s sein soll, dann mixt du wie folgt:
4cl Hendrick’s Gin, 2cl Limettensaft, 1cl Himbeersirup auf Eis geben und mit Ginger Beer auffüllen.

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